Der Körper erinnert sich
- Thérésa Doyle
- 26 déc. 2025
- 3 min de lecture
Auch wenn die Vergangenheit aus unserem Gedächtnis verblasst, erinnert sich der Körper.Er bewahrt die Spuren unserer Kindheit, unseres intrauterinen Lebens.Er trägt die Erinnerungen unserer Ahnen in sich – und vielleicht auch jene aus vergangenen oder parallelen Leben.
Er ist ein kostbarer Bote.Ein Schlüssel zur Befreiung.Zur Rückkehr von Freude, Gesundheit und innerer Souveränität.
Wenn der Verstand keine Worte findet, erinnert sich der Körper.

Warum sind wir manchmal vom Körper getrennt ?
Viele Menschen leben getrennt von ihrem Körper. Von ihren Empfindungen. Abgeschnitten von diesem inneren Kompass.
Diese Trennung kann weit zurückreichen : aus der Ahnenlinie, aus schmerzhaften Erfahrungen, aus intensivem oder langanhaltendem Stress. Ein Trauma, emotionale Unsicherheit, Vernachlässigung oder Gewalt … der Körper reagiert. Er trennt sich von seinen Empfindungen, um zu überleben.
Beim Kind, das weder fliehen noch sich verteidigen kann, zieht sich der Körper zurück, spart Energie, betäubt sich. Und wenn unsere Emotionen nicht gehalten oder willkommen geheißen wurden, entsteht eine tiefe Botschaft : Das, was ich fühle, ist nicht verlässlich.
Manche Menschen leben vor allem im Kopf – in Analyse und Kontrolle. Andere im Taubsein, in Leere oder chronischer Müdigkeit. In beiden Fällen wird der Körper auf Distanz gehalten. Spüren wird zu intensiv … oder manchmal unmöglich.
Wie kann der Körper seine Stimme und seine Erinnerung wiederfinden ?
Mein Weg der Rückverbindung
Auch ich bin diesen Weg gegangen.Zuerst unbewusst: Theater, Zirkus, Clown … Ich dachte, ich spüre meinen Körper. Ich wusste, dass ich Emotionen empfinde – und doch war ich vor allem überflutet, als wäre ich nicht wirklich an Bord desselben Schiffes.
Die Rückverbindung begann sanft. Meine Hände auf meinem Körper, um meinen Atem zu spüren.Dann das Zeichnen, um dem Erlebten Farbe zu geben.
Mit etwa 36 Jahren begann ich, die Energie durch meinen Körper fließen zu fühlen : das Kribbeln im Nacken, die Wärme in der Brust, feine Rückzugsbewegungen. Und schließlich stellte sich die Verbindung zu meinen Emotionen her. Ich konnte Entscheidungen treffen, die geerdet waren und im Einklang mit meinem wahren Wesen.
Nicht jeder Mensch ist so stark dissoziiert, wie ich es war. Für mich jedoch wurde dieser Weg zu einer tiefen Schule –einer Schule, um heute selbst begleiten zu können.
Sich selbst wieder vertrauen
Sich mit dem Körper zu verbinden bedeutet auch, sich selbst wieder zu vertrauen. Die Empfindungen sind seit jeher da – doch wir haben oft gelernt, ihnen nicht mehr zuzuhören, an dem zu zweifeln, was sie uns mitteilen.
Dieses Vertrauen zurückzugewinnen heißt anzuerkennen : Der Körper weiß. Unser Spüren ist verlässlich. Und wir dürfen uns darauf stützen, um unsere Entscheidungen zu leiten.
Das innere Dilemma
Wenn der Körper sich an schmerzhafte Ereignisse erinnert, entstehen zwei entgegengesetzte Bewegungen:
Der Körper klopft an die Tür, um seine Botschaft zu übermitteln
Der Verstand versucht, die Tür aus Angst geschlossen zu halten
Therapeutische Arbeit bedeutet, genügend Sicherheit zu schaffen, damit der Verstand bereit ist, die Tür einen Spalt zu öffnen – und Werkzeuge anzubieten, um Emotionen, Körperempfindungen und manchmal auch Erinnerungen willkommen zu heißen.
Wie kann man sich wieder mit dem Körper verbinden ?
Mein bevorzugtes Werkzeug: bilaterales Zeichnen. Es respektiert das individuelle Tempo. Es ermöglicht eine schrittweise Rückverbindung mit den Körperempfindungen.
Die Geste, der Atem, die Farbe – jede Bewegung wird zu einem Dialog mit dem Körper. Es wirkt magisch – und zugleich nicht. Es ist eine Frage von Vertrauen und Beständigkeit. Und eines Tages geschieht die Rückverbindung.
Wie es eine begleitete Person ausdrückte : „Seit unseren Sitzungen fühle ich mich viel verbundener mit meiner Sensibilität und meinen Emotionen …“
Dem Körper zuhören – das eigene Leben führen
Sich mit dem Körper zu verbinden bedeutet nicht nur zu fühlen. Es bedeutet, sich wieder mit dem zu verbinden, was wir im Innersten sind.
Wenn wir unserem Körper zuhören, wissen wir intuitiv, was für uns stimmig ist : welche Wege wir gehen, welche Beziehungen wir nähren, welche Orte uns in Einklang bringen.
Ohne diese innere Stimme treffen wir Entscheidungen von außen heraus – beeinflusst von den Erwartungen und Wünschen anderer.
Dem Körper zuzuhören heißt, aus sich selbst heraus zu entscheiden –mit Klarheit und Vertrauen.
Der Körper – unser Verbündeter
Der Körper ist mehr als ein GPS. Er ist ein Verbündeter, ein Begleiter, eine lebendige Erinnerung. Er erinnert uns an unsere Wahrheit. An unsere Souveränität. An unsere Freude und Schöpferkraft.
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