
Prof. Doris Titze
Kunst und Kunsttherapie

Prof. Doris Titze, Dresden, Künstlerin und Kunsttherapeutin, Ehrenmitglied des DFKGT, 1977 1. Staatsexamen Erziehungswissenschaft LMU München; 1984 Diplom Grafik und Malerei (AdBK München); 1989 Diplom 'Bildnerisches Gestalten und Therapie' (ebd). Seit 1982 Ausstellungen im In- und Ausland; seit 1989 Kunsttherapeutische Praxis im Psychiatrie- und Suchtbereich sowie der Projektarbeit. 1997-2002 Professur (HKT Nürtingen); 2002-2020 Leitung Aufbaustudiengang KunstTherapie (HfBK Dresden). 2005-2020 Hg. der Publikationsreihe: Die Kunst der Kunst Therapie.
Vom Bild zum Wort zum Bild: Analogien von Kunst und Therapie.
Kunst will etwas erzeugen, etwas erschaffen, Therapie will heilen, will Wunden lindern. Neben diesen Unterschieden zeigen künstlerische und therapeutische Prozesse viele Parallelen auf, die in der Kunsttherapie wirksam werden. Die Wirkung der Kunsttherapie wird im Therapie- sowie im Kunstkontext oft unterschätzt und als dilletantisches Wohlfühlmalen belächelt. Andererseits werden im künstlerischen Rahmen zunehmend biografische Inhalte gestaltet und lassen Therapeut:innen ihre Patient:innen „auch mal malen“, um mit ihnen die Bilder zu betrachten.
Es benötigt hohe Sensibilität, um biografische Erfahrungen weder zu nivellieren noch zu triggern sowie die Brisanz von Bildern nicht zu unterschätzen: Kunsttherapie benötigt sowohl therapeutische als auch bildnerische Kompetenz! Sowohl Kunst als auch Therapie beinhalten Grenzerfahrungen und Perspektivenwechsel, das Sichtbare und das Unsichtbare, Transformation und Resonanz.
Wie Psyche und Soma beim Menschen sind Inhalt und Form in der Kunst verwoben, erwächst die (äußere) Gestalt aus einem (inneren) Prozess. In der Kunst verkörpert die Materie das innere Bild; In der Therapie kann ein physisches Symptom auf einen psychischen Konflikt verweisen. Bei beiden sind Anwesenheit und Abwesenheit miteinander verschränkt. Innere Bilder äußern sich in der Therapie, indem sie Zeit, uneingeschränkte Akzeptanz sowie das Vertrauen in ihre Ressourcen erhalten.
Ich möchte im Gespräch einen individuellen Blick auf meine eigene künstlerische Praxis in ihren Bezügen zu Kunst und Therapie, ihren Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten werfen.
Kontakt
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BONUS* - extra Gespräch und LIVE PANEL * mit dem Exklusiv Zugang
Anna Maggi
Artist

ANNA MAGGI is an Italian artist and designer based in Hamburg.
With a background in painting, communication design, and holistic practices, she explores the connection between art, body, and intuition through Visual Sensing®, the somatic painting practice she created to transform emotions into live abstract artworks. She collaborates across Europe in artistic, educational, and personal growth contexts.
Die verkörperte Emotion – Kunst als relationaler Erfahrungsraum
Im Interview (auf Englisch) spreche ich über meinen Ansatz zur somatischen Kunst, den ich Visual Sensing® nenne. Diese Methode integriert Sehen, Fühlen und Bewegen zu einer tiefen Wahrnehmungserfahrung, in der das Kunstwerk zu einem lebendigen Ereignis zwischen Körper, Raum und Emotion wird. In meinem Beitrag „Die verkörperte Emotion – Kunst als relationaler Erfahrungsraum" erforsche ich, wie Visual Sensing® Emotionen durch Geste und Farbe sichtbar macht, authentische Resonanz zwischen Menschen schafft und künstlerisches Handeln in einen Raum tiefer Beziehung, bewusster Präsenz und innerer Transformation verwandelt.
Kontakt
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Sascha Hermeth
Theatertherapie

Aufgewachsen in Hamburg als Pflegekind in einer arabischen Familie machte Sascha schon als Kind am eigenen Leib Erfahrungen mit therapeutischen Verfahren (Ergotherapie, Logotherapie, Familienstellen, Heileurythmie). Neben seiner pädagogisch- und psychologisch qualifizierten Berufsausbildung als Dipl. Kulturpädagoge, Erzieher, Yogalehrer, Kreativ- und Körpertherapeut sowie Heilpraktiker für Psychotherapie erwarb er Praxiswissen durch Fortbildung, Supervision und Berufserfahrung- 25 Jahre Arbeit mit Gruppen, 15 Jahre Erwachsenenbildung, 7 Jahre Einzel- und Gruppentherapie in eigener Praxis.
LIVE Workshop — Sontag, den 31. Mai um 10:30 Uhr
Die Tschechowmethode als Tool der Körperpsychotherapie -
Beziehung im Spannungsfeld von Imagination und Verkörperung
In diesem, 1,5 stündigen Workshop lernen Sie die Bedeutung der Schauspielmethode Michael Tschechows für die therapeutische Arbeit kennen und erarbeiten sich einen praktischen Zugang auf dem Weg der Selbsterfahrung.
Teilnehmer*innen sollten in einem störungsarmen, möglichst geschlossenen Raum teilnehmen und die technische Voraussetzungen einer tauglichen Lautsprecher-Verbindung am Computer gewährleisten.